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OECD-Vergleich: Belgier und Deutsche zahlen die meisten Steuern

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
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Paris (dts Nachrichtenagentur) – Arbeitnehmer in Belgien und Deutschland müssen mehr Steuern und Abgaben zahlen als die Bewohner der anderen Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Einer am Freitag vorgestellten OECD-Studie zufolge wurde ein unverheirateter, kinderloser Angestellter mit Durchschnittsgehalt in Deutschland im Jahr 2013 mit 49,3 Prozent belastet, in Belgien waren es sogar 55,8 Prozent. Chile ist der Studie zufolge das OECD-Land mit den niedrigsten Steuern und Abgaben: Dort werden nur sieben Prozent fällig.

Der Durchschnitt in den 34 OECD-Ländern ist seit 2010 um 0,8 Prozent gestiegen und liegt nun bei 35,9 Prozent. Für die Berechnungen wurden vor allem Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge zugrunde gelegt.

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Russland erwägt höhere Verschuldung für Krim-Investitionen

Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die russische Regierung erwägt, ihre Haushaltsregeln zu lockern, um Investitionen auf der Krim zu erleichtern. “Wenn ein Land zwei Millionen neue Menschen bekommt sowie zwei Territorien, die große Investitionen brauchen, kann das nicht gehen, indem nur Ausgaben innerhalb von existierenden Staatsprogrammen umverteilt werden”, sagte Igor Schuwalow, der Erste stellvertretende Regierungschef Russlands, der “Welt”. Bislang darf das Defizit im Staatshaushalt nicht mehr als ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts übersteigen.

“Ich finde es gerecht, dass diese Regel für zwei Millionen neue russische Staatsbürger auf der Krim geändert wird”, sagte Schuwalow. Außerdem kündigte der russische Vize-Premier an, dass die russische Staatsverschuldung voraussichtlich steigen wird. “Die Staatsverschuldung ist in Russland sehr niedrig, unter den niedrigsten in Europa. Ich glaube, unter solchen Bedingungen können wir sie ein wenig erhöhen.” Eine andere Quelle des Geldes für die Krim könnten russische Reservefonds sein. Das hänge davon ab, welche Variante günstiger ist. Die Krim hatte sich im März nach der Krise in der Ukraine der Russischen Föderation angeschlossen, international wird dieser Anschluss jedoch nicht anerkannt. Russland bereitet jedoch ein umfassendes Investitionsprogramm für die Krim vor. “Die Infrastruktur, Straßen und Häfen auf der Krim brauchen ernsthafte Investitionen”, sagte Schuwalow weiter. Die Arbeitsgruppen in der russischen Regierung werden den genauen Umfang des Investitionsprogramms bis Ende August ausrechnen. Die russische Wirtschaft steckt seit dem Beginn des Jahres in einer Krise. Der Kapitalabfluss in den ersten drei Monaten 2014 lag nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bei 68 Milliarden Dollar. Der Erste stellvertretende Premierminister nannte die Situation “besorgniserregend, aber nicht dramatisch”.

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Lotto-Jackpot steigt auf vier Millionen Euro

Lotto-Schild, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Schild, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – Der Jackpot im Lotto 6 aus 49 steigt für die Ziehung am Samstag auf rund vier Millionen Euro. Bei der Ziehung am Mittwoch hatte kein Lottospieler die sechs richtigen Gewinnzahlen und die Superzahl auf seinem Spielschein, wie der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstag mitteilte. Demnach hatte auch kein Tipper einen “Sechser” auf seinem Spielschein.

Neben dem Jackpot im Lotto 6 aus 49 steigt auch der Jackpot für die Zusatzlotterie Spiel 77: Hier gab es am Mittwoch ebenfalls keinen Hauptgewinner, sodass der Jackpot am Samstag bei rund drei Millionen Euro steht. Beim Spiel Super6 gab es einen Gewinner: Die 100.000 Euro gehen nach Hessen.

Lotto: Sechs-Millionen-Euro-Jackpot geknackt

Lotto: Sechs-Millionen-Euro-Jackpot geknackt,Lotto-Schild, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Schild, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – Ein Lottospieler aus Sachsen-Anhalt hat den Jackpot im Lotto 6 aus 49 in Höhe von sechs Millionen Euro geknackt. Der Tipper hatte am Mittwoch als bundesweit einziger die gezogenen Gewinnzahlen inklusive Superzahl richtig, wie der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstag mitteilte. Der Glückspilz darf sich nun über exakt 6.308.101,50 Euro freuen.

Einen “Sechser” erzielten Spielteilnehmer aus Baden-Württemberg und Bremen. Beide haben mit ihrem Tipp jeweils 466.147,90 Euro gewonnen. Im Spiel 77 wurde der Jackpot nicht geknackt, weshalb dieser für die Ziehung am Samstag bei etwa zwei Millionen Euro steht. In der Zusatzlotterie Super 6 hat ein Tipper aus Rheinland-Pfalz in der höchsten Klasse gewonnen und ist nun um 100.000 Euro reicher.

Grüne warnen vor "digitaler Herrschaft" großer Web-Konzerne

Grüne warnen vor "digitaler Herrschaft" großer Web-Konzerne,Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor der Abstimmung des EU-Parlaments über den umstrittenen Entwurf zur Netzneutralität am Donnerstag haben die Grünen vor einer “digitalen Herrschaft” großer Web-Konzerne gewarnt. In einem Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Donnerstagausgabe) sagte Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, “das Ende der Netzneutralität wäre eine weitere Kapitulation der Politik vor den neuen Giganten des Internetzeitalters. Die Googles und Facebooks dieser Welt könnten sich den schnellen Zugang zu den Menschen erkaufen und ihre digitale Herrschaft weiter ausbauen.”

Ausbaden müssten dies die Verbraucher, fürchtete der Grünen-Politiker. “Neue Ideen und Innovationen würden im Schneckentempo übertragen und uns so erst gar nicht erreichen.” Schick forderte die Bundesregierung auf, klar Stellung zu beziehen. “Ich erwarte von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Netzneutralität”, so der Grünen-Politiker.

Unfall Kevelaer

Sozia und Fußgängerin sterben bei Unfall Worms

Unfall Worms (DAS) – Bei einem schweren Verkehrsunfall in Worms am Mittwochnachmittag erlitten zwei Personen tödliche und eine Person lebensgefährliche Verletzungen. Wie die Polizei mitteilte, war eine 64-jährige Frau zusammen mit ihrem angeleinten Hund auf der Kreisstraße 17 unterwegs und wollte die Fahrbahn überqueren. Gleichzeitig befuhr ein 20-jähriger Motorradfahrer mit Beifahrerin die K 17 von Worms-Horchheim kommend in Richtung Worms-Zentrum. Beim Erkennen der Fußgängerin versuchte er noch zu bremsen und nach rechts auszuweichen. Dies misslang und er überfuhr die gespannte Hundeleine. In der Folge erfasste er die Fußgängerin, die zu Boden stürzte. Weiterlesen

Wirtschaftsweisen-Chef: Mindestlohn kann Arbeitsplätze kosten

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat der Einschätzung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) widersprochen, wonach der Mindestlohn von 8,50 Euro nicht zu Jobverlusten führt: “Ein Mindestlohn in der derzeit angestrebten Höhe birgt meiner Einschätzung nach die Gefahr, dass neben Langzeitarbeitslosen beispielsweise auch Geringqualifizierte, Jugendliche und viele Arbeitnehmer in Ostdeutschland ihren Arbeitsplatz verlieren würden”, sagte Schmidt der “Rheinischen Post” (Donnerstagsausgabe). “Entsprechend sollte man über Ausnahmen für diese Personengruppen zumindest nachdenken”, empfahl der Chef des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nahles hatte dagegen erklärt, sie erwarte “keinerlei Beschäftigungseffekte” durch den Mindestlohn.

Schmidt begrüßte, dass Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten nach Beginn einer Tätigkeit vom allgemeinen Mindestlohn ausgenommen werden sollen. “Die Ausnahme ist richtig, weil der Mindestlohn den Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt massiv erschweren oder ihn sogar verhindern würde”, sagte Schmidt. Noch besser wäre allerdings eine noch längere Spanne als sechs Monate, sagte Schmidt.

Studie: Pro Jahr fehlt eine Billion Dollar an Infrastrukturinvestitionen

Studie: Pro Jahr fehlt eine Billion Dollar an Infrastrukturinvestitionen,Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Weltweit müssten jährlich 3,7 Billionen Dollar in Straßen, Brücken, Wasserwege oder Strom- und Telekommunikationsnetze investiert werden, tatsächlich sind es aber nur 2,7 Billionen Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Boston Consulting Group im Auftrag des Weltwirtschaftsforums, die dem “Handelsblatt” (Donnerstagausgabe) vorliegt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Staaten künftig stärker in die Qualität ihrer bestehenden Infrastruktur investieren sollten als ständig neu zu bauen.

“Wenn ein Staat seine bestehende Infrastruktur vernachlässigt, gefährdet er den Wohlstand in seinem Land”, sagte Co-Autor Philipp Gerbert, Senior-Partner der Boston Consulting Group, dem “Handelsblatt”. “Zwar gewinnt kein Politiker auf der Welt leicht Wahlen, indem er sich um den Betrieb und die Pflege von Infrastruktur kümmert”, sagte Gerbert. Ohne die Instandhaltung entstünden aber enorme Folgekosten. Der Status quo der deutschen Infrastruktur ist aus Sicht der Gutachter im internationalen Vergleich noch gut. Allerdings werde unzureichend in das bestehende Netz investiert. “Andere Länder holen bei der Qualität auf”, sagte Gerbert. Die bestehenden Mittel könnten “intelligenter” verwendet werden. Dies sei oft “effektiver als schwierige neue Großprojekte”. Die Gutachter haben mehr als 200 Projekte weltweit untersucht. Sie empfehlen, Infrastruktur künftig über den gesamten Lebenszyklus zu betrachten und so rechtzeitig in die Erneuerung zu investieren. Dann würden etwa Sperrungen von Brücken nicht mehr nötig sein.

Möglicher Ausstieg des Bundes lässt Post-Chef kalt

Möglicher Ausstieg des Bundes lässt Post-Chef kalt,Deutsche Post, über dts Nachrichtenagentur
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Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Der mögliche Ausstieg des Bundes bei der Deutschen Post bereitet Vorstandschef Frank Appel nach eigenen Angaben keine Sorgen. “Für uns ist der Staat ein Anteilseigner wie jeder andere”, sagte er dem “Handelsblatt” (Donnerstagausgabe). Für den Kapitalmarkt sei es inzwischen “irrelevant”, dass sich die Post noch zu 21 Prozent in Staatsbesitz befinde.

Die Vorlage der neuen “Strategie 2020″ hatte der Post-Aktie am Mittwoch ein Allzeithoch beschert, was neue Gerüchte beförderte, nach denen der Staat sein Paket nun zum Spitzenpreis auf den Markt bringen könnte. Die Bundesregierung hatte ihre Anteile, die sie über die staatseigene KfW-Bank hält, in den vergangenen zwei Jahren bereits schrittweise reduziert. Dass die Bonität des Konzerns sinke, sobald sich der Staat aus dem Aktionärskreis verabschiedet, hält Appel für verkraftbar. “Dieser Bonus ist heute viel geringer als noch vor fünf bis sechs Jahren”, sagte er. Damals schrieb der Bonner DAX-Konzern wegen hoher Abschreibungen im US-Geschäft tiefrote Zahlen. Obwohl es nach den Teilverkäufen des Bundes inzwischen keinen Ankeraktionär mit mehr als 25 Prozent bei der Deutschen Post gibt, hält Appel die Gefahr einer Übernahme für gering. Wettbewerber würden voraussichtlich an Kartellbestimmungen scheitern, glaubt er. Für Hedgefonds, die an der Zerschlagung verdienen könnten, wäre der Kauf angesichts des gestiegenen Börsenwerts wohl zu teuer. “Einige Analysten rechnen inzwischen vor”, sagte Appel, “dass die Summe unserer vier Sparten mehr wert ist als die Einzelteile.”